Wir rufen zur Kundgebung auf!

Am 24.4. ab 15 Uhr protestieren wir vor dem AKW Krümmel gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Regierung!
Das Risiko für Kinder unter 5 Jahren an Leukämie zu erkranken ist erwiesen hoch in der Nähe von Atomanlagen. Dennoch versucht man, die Bürger zu beschwichtigen und die Gefahren zu bagatellisieren.
Der Atomausstieg darf nicht gekippt werden!
Kommen Sie zur Menschenkette und zu unserer Veranstaltung, informieren Sie sich an den Ständen der Bürgerinitiativen und Antiatomgruppen.
Flyer zur Kundgebung als PDF Dokument

Prof. Dr. Greiser kommt nach Marschacht

Prof. Dr. GreiserAm Samstag, den 19.9. 09 lädt die Bürgerinitiative gegen Leukämie in der Elbmarsch e.V. um 20 Uhr ein in den Gemeindesaal der Petri-Kirche Marschacht.
E
s geht um
Leukämien im Kindes- und Jugendalter im Umkreis von Kernkraftwerken in fünf Ländern Meta-Analyse mit internationalen Publikationen und Daten
Autor der Meta-Analyse ist der bekannte Epidemiologe Prof. Dr. med. Eberhard Greiser, der erstmals in Marschacht seine neueste Arbeit der Öffentlichkeit genauer vorstellen wird.
Prof. Greiser findet statistisch signifikante Erhöhungen des Leukämie-Risikos in verschiedenen Altersgruppen von Kindern und Jugendlichen.
Die herausragenden Ergebnisse:
Bei Säuglingen und Kleinkindern unter 5 Jahren ist das Risiko um 19% erhöht, bei Kindern unter 15 Jahren um 13%.

Die Ergebnisse, die Prof. Greiser vorstellen wird, sind sehr beunruhigend und absolut aktuell und einmalig.

Die Bürgerinitiative lädt ein!

Am 20.8. und 26.8. lädt die Bürgerinitiative zu einem Lichtbildervortrag über Atomstrom ein.

Wie entsteht er?Wie funktioniert ein Atomkraftwerk?Was ist Radioaktivität?Wie sind wir bei Unfällen geschützt?

Referent: Ulrich Uffrecht, pensionierter Schulleiter aus Buxtehude

Teil 1: Donnerstag, 20.8.

Teil 2: Mittwoch, 26.8.

jeweils 19.30 h im Marschachter Hof, Elbuferstraße 113, 21436 Marschacht

Der Eintritt ist frei.

Der Referent sagt zu seinem Vortrag: “Atomstrom”

Das Thema wird seit den bekannt gewordenen Schlampereien in der Asse und seit den Zwischenfällen in Krümmel wieder verstärkt diskutiert.

· Da sagen die Unionsparteien: “Unsere Atomkraftwerke sind sicher und klimafreundlich”,
Die GRÜNEN sagen: “sie sind gefährlich und umweltschädigend”.

· Die Herren Oettinger, Koch, Wulff und andere fordern längere Laufzeiten für Atomkraftwerke,
Die SPD will am Atomausstieg in der vereinbarten Form festhalten.

· Frau Schavan fordert, den als atomares Endlager fertig ausgebauten Salzstock von Gorleben sofort in Betrieb zu nehmen
Herr Gabriel sagt: “Nein!”,  und Angela Merkel sagt sogar, Sigmar Gabriel sei das einzige wirkliche Hindernis für die Inbetriebnahme Gorlebens.

Die Bürger/innen und Wähler/innen stehen dazwischen; sie wissen nicht, wem sie glauben sollen, und schließlich glauben sie niemandem mehr.

ICH

- will den Behauptungen der verschiedenen Parteien nicht meine Behauptungen noch hinzufügen,

- will Ihnen nicht sagen, wem Sie glauben und wen Sie im September wählen sollen,

- möchte Ihnen die nötigen Sachkenntnisse vermitteln, die Sie brauchen, um sich ein eigenes Urteil bilden und eine eigene Entscheidung treffen zu können.

Dazu sind freilich gewisse Kenntnisse der physikalischen und technischen Grundlagen der Stromerzeugung aus atomaren Prozessen erforderlich. Sie werden aber sehen, daß die gar nicht so schwer zu verstehen sind, und daß das streckenweise sogar ganz spannend ist. Freilich dürfen Sie nicht erwarten, daß das im Handumdrehen zu machen ist - ein wenig Geduld muß man schon aufbringen. Das ist so etwa wie mit dem Schlaraffenland - - Sie erinnern sich sicher, daß man da nur hinein kommt, wenn man sich zuvor durch einen Berg von Hirsebrei hindurchgegessen hat. Danach ist es dann um so angenehmer.

Und darum haben wir das ganze Projekt in zwei Teile geteilt. Durch den Hirsebrei werden wir uns am Donnerstag, den 20.8.hindurcharbeiten. Am Mittwoch, den 26.8. sind wir dann zwar nicht gerade im Schlaraffenland, aber Sie werden dann viele Dinge gut verstehen, die uns alle möglicherweise direkt betreffen könnten, insbesondere z.B. die Sicherheits- und Vorsorge-Aspekte, und auch manches andere, worüber im allgemeinen nicht so gern gesprochen wird.

Wenn ich sagte, ich möchte Ihnen Sachkenntnisse vermitteln, dann möchte ich jetzt noch hinzufügen, daß ich es manchmal nicht unterlassen kann, meine eigene Bewertung dazu abzugeben. Sehen Sie das bitte nicht als Inkonsequenz an! Ich erwarte nicht, daß Sie sich meine Bewertung zu eigen machen, und ich nehme es Ihnen nicht übel, wenn Sie für sich zu anderen Bewertungen kommen.

Ulrich Uffrecht - Braunschweiger Straße 4 - 21614 Buxtehude - ‘: 04161-62341 - uffrecht@online.de

Kinderkrebs um Kernkraftwerke ist Tatsache – Vorsorgeprinzip erzwingt Handeln

Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident
Gormannstr. 17, D-10119 Berlin
030 / 449 37 36, Fax 030 / 44 34 28 34
mailto: pflugbeil.kvt@t-onlinde.de
Berlin, den 29. September 2008

Am 28.9.2008 trafen sich Epidemiologen, Statistiker, Physiker, Biologen und Ärzte mit Journalisten, Behördenvertretern und Politikern in der Berliner Charite zu einem Symposion, um mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen Schwachstellen der „Epidemiologischen Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK) des Mainzer Kinderkrebsregisters“ nachzubessern. Unter den Teilnehmern waren sieben Wissenschaftler, die als Externe (nicht als Autoren) an der Entwicklung der Methode und der Begleitung der KiKK-Studie beteiligt waren.

Die Bewertung der Autoren der KiKK-Studie, daß das erhöhte Krebs- und Leukämierisiko bei Kindern unter 5 Jahren in der Nähe der deutschen Kernkraftwerke grundsätzlich nicht auf die radioaktiven Emissionen der KKW zurückgeführt werden können, stellte sich als ebenso unhaltbar heraus wie die These, daß die errechnete Strahlenbelastung um viele Größenordnungen zu gering sei, um Krebs oder Leukämie verursachen zu können. Es wurde belegt, daß solche täuschenden Aussagen in der Geschichte des Strahlenschutzes immer wieder vorgetragen wurden, um ungestört weitermachen zu können wie bisher. Aus verschiedenen Blickwinkeln wurde exemplarisch aufgezeigt, daß in der KiKK-Studie nicht berücksichtige Fakten sehr wohl ausreichen, die tragischen Erkrankungen der Kinder als strahleninduziert zu erklären.

Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Dr. Sebastian Pflugbeil, fordert mit Nachdruck, die erschreckenden Befunde der KiKK-Studie ernstzunehmen. Sie verpflichten die politischen Entscheidungsträger, das seit Jahrzehnten anerkannte Prinzip der Vorsorge endlich praktisch umzusetzen. Pflugbeil appelliert an Wissenschaftler, Medienvertreter und Politiker, nicht zu Lasten der Gesundheit unserer Kinder mit halbrichtigen Darstellungen ganz falsche Schlussfolgerungen zu suggerieren. Wenn am Ende einer epidemiologischen Untersuchung ein signifikanter Zusammenhang herauskommt und die Autoren dann vorgeben, daß das aber auch Zufall sein könnte, dann wird Epidemiologie zur Demagogie.

Pflugbeil appelliert auch an den gesunden Menschenverstand: Wer nachweist, daß Kinder umso häufiger erkranken, je näher sie an dem nächsten KKW-Schornstein wohnen und Radioaktivität als mögliche Ursache grundsätzlich ausschließt, macht sich nicht nur lächerlich. Er wirft die Frage auf, was denn dann aus solch einem Schornstein die Kinder krank macht. Ist es wirklich beruhigend, daß man das bisher nicht herausgefunden hat?

Das Symposion hat zahlreiche Ansatzpunkte für eine weitere intensive Diskussion ergeben, die innerhalb der verschiedenen Disziplinen, vor allem aber auch untereinander fortgeführt werden soll. Mit Bedauern wurde zur Kenntnis genommen, daß das Mainzer Kinderkrebsregister die Einladung zu dieser offenen Diskussion ausgeschlagen hat. Ansonsten jedoch hat die interdisziplinäre freie Diskussion über ein brisantes Thema einen Sprung nach vorne gemacht.

Thomas Dersee, www.strahlentelex.de,
Waldstr. 49, D-15566 Schöneiche bei Berlin, Germany
Tel. +49-(0)30-435 28 40, Fax +49-(0)30-64 32 91 67
mailto:thomasdersee@strahlentelex.de

Symposium zu KiKK in Berlin

Namhafte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland treffen sich Ende September 2008 zu einem Symposium in Berlin.

Umweltmedizin: Evidenz – Kontroverse – Konsequenz
der Gesellschaft für Strahlenschutz mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik er Charité Berlin; Leitung: Dr. Sebastian Pflugbeil
am Sonntag, 28. September 2008, 10.00-18.00 Uhr
in der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow Klinikum
Hörsaal Pathologie im Forschungshaus, Forum 4
Amrumer Str. 1, 13353 Berlin (U-Bahn Linie 9, U-Bhf. Amrumer Straße)
Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte mit dem
Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern
unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben.
Die Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse, der
wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche,
politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, sind Gegenstand
dieses Symposions. Es geht um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende
Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete
Strahlendosis zu gering sei, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt werden
kann.
Mehr zum Thema in der PDF-Datei
symposium-zu-kikk-in-berlin.pdf

Häufigkeit von Krebs bei Kindern in der Umgebung von Kernkraftwerken - atw 53 vom März 2008

Die jüngst vorgestellte Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK) hat zum Ergebnis, dass in Deutschland Kinder unter 5 Jahren häufiger an Krebs, insbesondere Leukämie, erkranken, je näher sie an einem Kernkraftwerksstandort wohnen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellt die zentralen Ergebnisse der Studie in einem Artikel der Fachzeitschrift atw dar. Den vollständigen Artikel aus der atw 53 vom März 2008 finden Sie hier.

artikel_atw_maerz_2008.pdf

Prof. Greiser in Winsen

Über die Studie des Kinderkrebsregisters zum Zusammenhang zwischen
Radioaktivität und Krebs bei Kindern berichtet Prof. Dr. Eberhard
Greiser am 15. Januar in Winsen. Die BI gegen Leukämie hat den
namhaften Epidemiologen gewinnen können, über die sogenannte KiKK-
Studie zu referieren, die vor Weihnachten für heftige Diskussionen
gesorgt hat. Greiser gehört dem Beirat zur KiKK-Studie an, der das
Studiendesign wesentlich mit gestaltet hat.
Das Vorgehen der Leiterin des Kinderkrebsregisters, Frau Prof. Maria
Blettner, die Kausalität zwischen Strahlung von kerntechnischen
Anlagen und Leukämie bei Kindern in Abrede zu stellen, hat das
Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört.
Greiser wird über Vorgehensweise, Fakten und Ergebnisse der Studie
berichten.
Die öffentliche Veranstaltung beginnt am Dienstag, dem 15. Januar um
19.00 Uhr im Marstall-Café in Winsen, Schloßplatz 11

Fall-Kontrollstudie hat AKW-Studie längst bestätigt / Höheres Kinderkrebs-Risiko allein von Abstand zu AKW abhängig

Höheres Kinderkrebs-Risiko allein von Abstand zu AKW abhängig

siehe Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz.

Die jüngst veröffentlichte Studie zur Krebsgefahr für Kleinkinder in der Umgebung von Kernkraftwerken bringt Atomkraft-Befürworter in Argumentations-Not. …
Fortsetzung –>
http://linkszeitung.de/content/view/156224/1/

… Der Medizinphysiker Dr. Sebastian Pflugbeil hatte als DDR-Minister des Neuen Forums (NF) wesentlichen Anteil an der in Weltrekordzeit politisch verfügten Stillegung von Atomkraftwerken aus der DDR-Zeit. Er war an der damals sofort durchgeführten Schließung der sechs DDR- Atomkraftwerke sowie weiterer fünf Baustellen beteiligt. Nach der Wende war er vier Jahre lang Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Heute ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz.

neue Studie belegt: in der Nähe von Atomkraftwerken mehr Krebserkrankungen

Das Leukämierisiko für Kinder steigt mit der Nähe zu Kernkraftwerken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Diese
Studie hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegeben.

Von 1980 bis 2003 erkrankten im Fünf-Kilometer-Umkreis um die 16 deutschen Atomkraftwerke 37 Kinder an Leukämie. Es waren 1592 krebskranke und
4735 gesunde Kinder untersucht worden, die zur selben Zeit in der selben Gegend lebten. Statisch waren nur 17 Fälle zu erwarten. 20 Neuerkrankungen sind
also allein auf das Wohnen in diesem Umkreis zurückzuführen.

Allein rund um Krümmel sind zwischen 1989 bis 2003 mindestens 13 Kinder an Leukämie erkrankt (im 5 km Radius).

Das BfS räumte allerdings ein, daß es keine wissenschaftliche Erklärung  für das Erkrankungsrisiko gäbe. Nach derzeitigen Kenntnissen sei die
Strahlenbelastung durch Atomkraftwerke “zu niedrig, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos zu verursachen”..

Näheres auch unter www.bfs.de