Archive for Dezember, 2007

neue Studie belegt: in der Nähe von Atomkraftwerken mehr Krebserkrankungen

Sonntag, Dezember 16th, 2007

Das Leukämierisiko für Kinder steigt mit der Nähe zu Kernkraftwerken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Diese
Studie hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegeben.

Von 1980 bis 2003 erkrankten im Fünf-Kilometer-Umkreis um die 16 deutschen Atomkraftwerke 37 Kinder an Leukämie. Es waren 1592 krebskranke und
4735 gesunde Kinder untersucht worden, die zur selben Zeit in der selben Gegend lebten. Statisch waren nur 17 Fälle zu erwarten. 20 Neuerkrankungen sind
also allein auf das Wohnen in diesem Umkreis zurückzuführen.

Allein rund um Krümmel sind zwischen 1989 bis 2003 mindestens 13 Kinder an Leukämie erkrankt (im 5 km Radius).

Das BfS räumte allerdings ein, daß es keine wissenschaftliche Erklärung  für das Erkrankungsrisiko gäbe. Nach derzeitigen Kenntnissen sei die
Strahlenbelastung durch Atomkraftwerke „zu niedrig, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos zu verursachen“..

Näheres auch unter www.bfs.de

Wir fordern Konsequenzen

Sonntag, Dezember 16th, 2007

Für die Bürgerinitiative ist die Studie, die das Kinderkrebsregister in Mainz im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erstellt hat, ein weiterer Beleg
für die Gefahren der Atomenergie. BI-Vorsitzender und Sprecher Uwe Harden sagte: „Der Zusammenhang ist mit bloßem Auge zu erkennen, man muß sich
nicht vormachen, daß es bei einem Atomkraftwerk nur den Schornstein als Öffnung gibt.“

Er fordert, das gesamte Überwachungsnetz müsse auf den Prüfstand. „Die amtliche Umgebungsüberwachung hat viel zu wenige Meßpunkte.“ Beste Lösung sei
allerdings immer noch die Abschaltung der Kraftwerke, „die gehören nicht in bewohnte Gegenden.“